Jahresrückblick 2025
Eines der spannendsten Jahre meines Lebens
Ein Auftakt mit Gänsehaut nach einem langen Weg

Steffi, Annemarie und Susi von links gesehen
Der Januar begann mit einem Moment, den ich nie vergessen werde. Unser Amedi Spielzeugladen erhielt die Auszeichnung Fachgeschäft des Jahres. Wir haben so gejubelt. Für Susi, Steffi und mich war das die schönste Anerkennung überhaupt.
Für mich bedeutete diese Auszeichnung noch viel mehr. Ich habe meine Anfänge nicht vergessen. Die mitleidigen Fragen und Kommentare, „aber du musst davon doch nicht leben, oder“. Viele hätten diese Ausdauer, Geduld und Hartnäckigkeit vermutlich nicht aufgebracht. Mitten in der Pampa, ohne viel Startkapital, ohne wirkliche Ahnung einen Laden eröffnen und dann dieser lange Weg bis zu dieser Auszeichnung. Das steckt mir tief in den Knochen und das werde ich so schnell nicht vergessen.
Ein Schreckmoment, der uns geerdet hat
Spannend war unser Januar auch wegen eines kleinen Brandes am Pelletsofen. Ein geplatzter Pelletssack, Pellets, die in das vordere Teil des Ofens kullerten und zack, eine Stichflamme. Backblech drauf, es rauchte an den Seiten heraus. Blech wieder weg, die Flamme war sofort wieder da. Uns war klar, wir bekommen das nicht hin und riefen die Feuerwehr.
Großeinsatz. Die Feuerwehren aus Raubling, Pfraundorf und Reischenhart rückten an, mit Drehleiter, dazu Polizei und Rettungswagen. Alles wegen unseres kleinen Feuerls. In der Rettungsleitstelle sah man, der Platz ist dicht besiedelt, gegenüber eine Werkstatt, es besteht die Gefahr, dass das Feuer auf andere Gebäude übertritt und auch die Möglichkeit einer Rauchvergiftung.


Wir waren unglaublich dankbar, dass die Reischenharter Feuerwehr den Rauch absaugte. Das hätten wir allein nicht geschafft. Beeindruckt hat mich die Ruhe und Umsicht, mit der die Feuerwehrmänner ihre Arbeit erledigten. Besonders berührt hat mich, dass sie ein paar Stunden später nachfragten, ob bei Susi und mir alles in Ordnung sei und ob wir Nachwirkungen hätten. Uns fehlte nichts, im Laden war alles in Ordnung.
Am Abend feierten wir im Valuga mit dem kompletten Team unsere verspätete Weihnachtsfeier, die wir wegen der vielen Arbeit traditionell erst im Januar machen. Gesprächsthema war gesichert. Währenddessen zerlegten mein Mann und der Ofenbauer den Ofen und sorgten dafür, dass am nächsten Tag wieder alles funktionierte.
Spielzeugmesse Nürnberg
Wichtigster Branchentreff
Jedes Jahr im Januar fahren Susi, Steffi und ich zur Spielzeugmesse nach Nürnberg. Wie Trüffelschweine durchforsten wir die Stände auf der Suche nach Neuheiten und Trends.

Dieses Jahr war etwas ganz Besonderes. Wir standen selbst im Spielzeugmagazin, bekamen von den Redakteurinnen die Urkunde überreicht und im Newsletter der Spielwarenmesse stand, dass wir den ersten Platz gemacht haben. Gänsehaut.
Drechseln für Kinder
Ein echtes Amedi Highlight
Ein fester Bestandteil unseres Jahres sind die Drechselkurse von Pit Fürleger. Im Januar und Februar gibt es Anfängerkurse, Fortgeschrittenenkurse und Kugelschreiber Drechselkurse. Diese Kurse sind häufig Weihnachtsgeschenke, die im Januar eingelöst werden und sie sind fast immer ruckzuck ausgebucht.

Pit hat sich mit seinen Kinderdrechselkursen einen Namen gemacht. Dadurch entstanden Kontakte zu Hochschulen, die ihn um seine Einschätzung und sein Wissen bitten. Es gibt gemeinsame Zoom Konferenzen und die Hochschulen bestellen ihre Drechselmaschinen bei uns.
Meine geliebten Fortbildungen
Zwischendurch fahre ich zu Kindergärten, manchmal in den neuen Bundesländern, und gebe Fortbildungen zum Thema Holzwerkstatt für Kindergartenkinder. Ich liebe dieses Weitergeben von Wissen und die praktische Arbeit mit interessierten Menschen.

An solchen Tagen spüre ich große Freude und eine tiefe Sinnhaftigkeit meiner Arbeit. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Kinder wirklich handwerklich arbeiten dürfen, wenn ich gebucht werde. Die Fahrerei mag ich inzwischen nicht mehr so gern. Deshalb verlagere ich die Fortbildungen zunehmend nach Reischenhart und lade die Pädagoginnen und Pädagogen zu mir ein.
Kreative Kinderkurse
Amedi Fantasiewerkstatt

Osterhasen aus Holz bauen, Acrylmalkurse mit Moni Staber und Schnitzen mit Pit Fürleger sind für uns Standard, für Kinder aber immer etwas ganz Besonderes. Neu dazu kam mein Kurs Koffer bemalen und Möbel bauen für die Mäuse Sam und Julia. Die bunten Koffer, die kleinen Möbelstücke wie Bett, Stuhl, Schrank oder eine kleine Eckbank mit Tisch waren einfach bezaubernd. Ich bin jedes Mal beeindruckt von der Fantasie der Kinder.

Die Arche Neubeuern zu Besuch in der Werkstatt
Geli Moosrainer fragte mich, ob ich auch mit besonderen Menschen werken würde. Junge erwachsene Männer, sehr unterschiedlich, mit unterschiedlichen Vorstellungen und Ansprüchen, die gern mit Holz arbeiteten. Ich wusste nicht genau, was mich erwartet.

Sehr gefreut habe ich mich, Ignaz wiederzutreffen. Ich kannte ihn aus seiner Kindheit, als er in der Fantasiewerkstatt gewerkelt hatte. Mein Vorschlag, etwas für Kinder zu bauen, wurde von ihm wunderbar umgesetzt. Er sagte, „das passt gut, ich mag Kinder gern“. Sein Wunsch, dass in der Zeitung steht, „Ignaz ist ein guter Handwerker“, ließ sich leider nicht erfüllen. Dafür lebt sein Kasperl nun in meinem Buch weiter.
Spieleschulungen
Unser Wissen über Spiele und Bücher kommt nicht von ungefähr. Spieleverlage bieten Schulungen an. Den ganzen Tag spielen klingt traumhaft, ist aber auch anstrengend. Zum Glück sorgt Susi immer für gute Laune. Unsere Kollegen fragen schon im Vorfeld, „ist Susi dabei, setzen wir uns zusammen“.

Erfahrungsaustausch mit Kollegen
Zweimal im Jahr nehme ich an Erfahrungsaustauschtagungen mit Spielzeughändlerkollegen teil. Wir besuchen jeweils einen Laden, schauen genau hin, tauschen Zahlen, Erfahrungen und Insidertipps aus und motivieren uns gegenseitig.
Diese Treffen bringen mich fachlich sehr weiter. Ich darf neugierig sein, Fragen stellen, vergleichen und verstehen. Mein Handy ist danach immer voller Fotos. Wie wird präsentiert, welche Sortimente laufen gut, wie wird beraten, wie werden Veranstaltungen eingebunden, welche Vertreter sind zuverlässig, welche Einkaufskonditionen funktionieren.

Neben all dem Fachlichen entstehen Gespräche, die guttun. Abends zusammensitzen, spielen, ratschen, lachen. Ich komme dabei in Gegenden Deutschlands, in denen ich vorher noch nie war. Dieses Jahr waren wir im Frühjahr in Bad Waldsee und im Herbst in Diez bei Limburg. Diese Tage geben mir Rückenwind, neue Ideen und das Gefühl, Teil eines lebendigen Netzwerks zu sein.
Staunen und genießen
Ein Highlight im März war die Show der Ehrlich Brothers. Einfach nur wow. Es war mein Weihnachtsgeschenk an meinen Mann und gleichzeitig eine Bestätigung für unsere Entscheidung, uns lieber gemeinsame Erlebnisse zu schenken als Dinge. Diese Zeit zusammen ist für mich sehr wertvoll.

Erholen

Erholung bedeutet für mich auch, wirklich wegfahren zu können. In den Urlaub zu fahren, ohne mir den Kopf zu zerbrechen, ob der Laden läuft. Dass das möglich ist, verdanke ich meinem Team. Ich weiß, dass alles gut aufgehoben ist, dass Entscheidungen getroffen werden, dass Kunden gut beraten werden und dass der Laden in meinem Sinne weiterläuft. Dieses Vertrauen ist ein großes Geschenk und alles andere als selbstverständlich.

Ein schöner Platz zuhause
Pilates mit Anna
Endlich haben wir zuhause unser Büro renoviert. Teppich raus, Eckbank raus, Tisch raus. Ich konnte es kaum erwarten. Ich habe mir einen Platz geschaffen zum Pilatieren. Hinter den Büroschränken entstand eine schöne freie Fläche, dazu ein großer Monitor und dann konnte es losgehen.

Ich mache meine Pilates Übungen online mit Anna. Sie sieht mich, korrigiert mich und sagt Sätze wie, „Annemarie, nimm die Schultern runter“. Pilates mit Anna ist ein fester Bestandteil meiner Woche geworden. Ich muss keinen inneren Schweinehund überwinden. Ich überlege nicht, ob ich müde bin oder keine Lust habe. Vielmehr plane ich meine Woche um meine Pilatestage herum. Wenn Pilates Ferien sind, fehlt mir etwas, denn ohne Anna wird es dann meist nichts.
Auszeichnung für unsere Leseförderung
Und Susis besondere Rolle dabei
Leseförderung ist für uns keine Zusatzaufgabe, sondern eine echte Herzensangelegenheit. Wir machen das nicht nebenbei, sondern mit Überzeugung, Zeit und viel Einsatz. Umso mehr haben wir uns über die Auszeichnung der Bayerischen Staatsregierung und des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gefreut.

Diese Auszeichnung steht für viele Aktionen, die übers Jahr hinweg laufen. Zum Beispiel der Welttag des Buches. Schulklassen melden sich an und jedes Kind bekommt ein Buch geschenkt. Damit das möglich ist, ziehen viele an einem Strang. Autorinnen und Autoren verzichten auf einen Teil ihres Honorars, die Verlage geben die Bücher zu einem Sonderpreis ab und wir kaufen sie und schenken sie den Kindern weiter. So ist sichergestellt, dass jedes Kind ein eigenes Buch bekommt.
Besonders schön sind die Besuche der Schulklassen bei uns im Laden. Eine Raublinger Schule hat zum Beispiel eine Wanderung zu uns gemacht. In der Werkstatt haben wir Bierbänke aufgebaut, eine große Auswahl an Büchern vorbereitet und Susi hat den Kindern Bücher vorgestellt. Und das ist der entscheidende Punkt. Susi liest all diese Bücher vorher selbst. Sie kennt die Geschichten, die Figuren, die Themen und sie erzählt davon mit echter Begeisterung. Die Kinder spüren das sofort. Sie hören zu, stellen Fragen und bekommen Lust aufs Lesen.
Auch die Lesetütenaktion gehört dazu. Die Kinder der zweiten Klassen bemalen die Lesetüten. Wir befüllen diese Tüten mit einem Buch und kleinen Überraschungen. Die Zweitklässler überreichen die Tüten dann den neuen Schulanfängern. Als kleine Anerkennung haben wir den Zweitklässlern Harry Potter Bleistifte geschenkt. Es sind einfache Dinge, aber sie wirken.

Wir haben uns sehr gefreut, dass unser Bürgermeister und der Konrektor der Raublinger Schule zu uns gekommen sind, um uns persönlich zu dieser Auszeichnung zu gratulieren. Für mich war das auch eine Anerkennung für Susis Arbeit. Ihre Leidenschaft für Bücher, ihre Vorbereitung, ihr Gespür für Kinder und ihre Begeisterung sind ein ganz wesentlicher Grund dafür, dass unsere Leseförderung so lebendig ist.
Höhepunkt und innerer Kraftakt
Mein Buch Holzwerkstatt für Kindergartenkinder
Dieses Buch ist mein Herzstück. So viel Herzblut, so viel Arbeit, so viele Jahre. Die Kinder, die mich zu Beginn begleitet haben, sind inzwischen doppelt so alt. Ich bin mit diesem Buch mitgewachsen.

Vor fünf Jahren wollte ich das Buch bereits veröffentlichen, gemeinsam mit einem Handwerkerlied für Kinder. Über Startnext sollte es erscheinen. Ich habe es damals nicht geschafft, habe mich geschämt und bin in ein tiefes Loch gefallen. Ich brauchte lange, um wieder aufzustehen. Im Nachhinein war diese Pause wichtig, denn fast alles wurde noch einmal neu gedacht.
Auch dieses Mal war es wieder knapp. Die offizielle Buchvorstellung war am Samstag und erst am Mittwoch zuvor kam die erste Lieferung. Davor die Hiobsbotschaft, dass die Buchbinderei Probleme hatte. Ich saß auf Kohlen. Es gab fünf Musterexemplare als Plan B.
Bis zum Jahresende habe ich 208 Bücher verkauft. Das ist kein lauter Durchbruch, sondern ein leiser Anfang. Aber es sind 208 Bücher, die ihren Weg zu Menschen gefunden haben, die mit Kindern arbeiten, die sich Zeit nehmen und etwas verändern wollen.
Besonders berührt haben mich die Rückmeldungen. Begeisterte, wertschätzende Stimmen von Pädagoginnen, Eltern und Großeltern. Menschen, die mir geschrieben haben, dass sie sich verstanden fühlen, dass sie Lust bekommen haben, mit Kindern zu werken oder dass sie sich in vielem wiedergefunden haben. Diese Rückmeldungen haben mir gutgetan.
Gleichzeitig war es schmerzhaft zu erleben, dass die Presse kaum darüber berichtet hat. So kraftvoll ich mir den Start mit Presseeinführung ausgemalt hatte, so leise blieb es von dieser Seite. Auch das gehört zu diesem Buch dazu.
15. November
Tag der Bucherscheinung
Der 15. November war der Tag der Bucherscheinung und ein ganz besonderer Tag für mich. Viele Kinder waren da und durften sich einen Bilderrahmen bauen. Es gab bärige Helfer und meine Familie brachte leckeren Kuchen mit. Allein das hätte schon gereicht, um diesen Tag besonders zu machen.

Und dann kam etwas, das mich tief berührt hat. Der Holzhauser Kindergarten hat mir einen Film geschenkt, in dem alle gemeinsam das Handwerkerlied, den „Hammersong“, singen. Dieser Film und auch eine fünf Jahre alte Version der Hinterbergler Kinder und Musikanten mit allen Mitwirkenden kamen an diesem Tag zum ersten Mal an die Öffentlichkeit.
Als wäre das nicht genug, hat Pit den Hammersong dann auch noch gemeinsam mit den Kindern live gesungen. Die Holzhauser Kinder sangen lautstark mit. Mir ist an diesem Tag wirklich das Herz aufgegangen.

Hinter den Kulissen lief unglaublich viel. Pit übernahm die Aufsicht in der Werkstatt, wo die Kinder sägten. Im Erbeerhäuschen, das mir die Familie Niederthanner für diesen besonderen Tag zur Verfügung stellte, kümmerten sich Martin und Severin um die Bohrstationen, damit die Kinder ein Loch bohren konnten, um ihren Bilderrahmen später aufzuhängen.
Maxi half fleißig mit und Helene und Johannes waren unser Fototeam. Mit unserer Hoppstar Kamera verewigten sie die Kinder beim Basteln. Die Kinder klebten das Foto gleich in ihren selbstgebauten Rahmen. Meine Bergfreunde halfen bei der Essens und Kaffeeausgabe. Das Amedi Team sauste hin und her, überall wurde angepackt, erklärt, geholfen und gelacht.

Ich weiß gar nicht, ob ich alle fleißigen Helferinnen und Helfer aufgezählt habe. Aber dieses Miteinander, dieses gemeinsame Tragen, diese Freude der Kinder und die Musik, all das hat diesen Tag für mich unvergesslich gemacht.
Als mir vor Weihnachten die Kraft ausging
In der Hochphase vor der Bucherscheinung war ich völlig platt. Meine Arbeitsleistung war ehrlich gesagt furchtbar. Konzentration schlecht, Wortfindungsstörungen, Erschöpfung pur und das ausgerechnet vor dem Weihnachtsgeschäft.

Bild Rainer Nitsche
Wenn Susi und Steffi nicht so viel aufgefangen hätten, was ich an Chaos produziert habe, ich weiß nicht, wie das ausgegangen wäre. Zwischendurch sagten sie dann auch mal lachend, halb ernst, halb verzweifelt, „wenn das Buch draußen ist, wallfahren wir nach Altötting“. Das beschreibt diese Zeit ziemlich gut.
Was-ist-Was Autor Dr Manfred Baur zu Gast
Wenn ich diese Veranstaltungen nicht selbst so großartig fände, würde ich sie nicht machen. Denn sie sind enorm arbeitsintensiv. Die Werkstatt muss ausgeräumt werden, Bierbänke organisiert, Technik aufgebaut. Ohne die Hilfe meines Mannes wäre das nicht möglich.

Dr Manfred Baur ist ein Hochkaräter unter den Was-ist-Was Autoren. Seine Achtung und Wertschätzung gegenüber Kindern haben mich tief beeindruckt. Ebenso das Wissen der Kinder, das in ihren Fragen sichtbar wurde.
Barrierefreiheit
Eine Herzensangelegenheit
Seit über 20 Jahren engagiere ich mich in der Projektgruppe barrierefreies Bauen. Am 8. Dezember, mitten im Weihnachtsgeschäft, haben wir als Gruppe dem Rosenheimer Stadtrat einen konkreten Vorschlag für einen barrierefreien Platz unterbreitet. Eine Lösung, mit der die Geschäfte leben können und die wir für finanziell machbar halten.

Gekommen sind das Rosenheimer Fernsehen, Radio Charivari und mehrere Stadträte. Ich habe die Leitung dieser Aktion übernommen. Für mein Interview mit dem Regionalfernsehen habe ich drei Anläufe gebraucht. In eine Kamera zu sprechen ist nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Aber wenn mir etwas wichtig ist, dann nehme ich meinen ganzen Mut zusammen und setze mich dafür ein.
Der Stadtrat hat einen Eilantrag gestellt und unseren Vorschlag in den Haushalt aufgenommen. Darüber haben wir uns alle sehr gefreut. Es zeigt mir, dass sich Dranbleiben lohnt und dass leise, sachliche Arbeit manchmal doch etwas bewegt.
Dankbarkeit
Privat bin ich dankbar für meinen Mann, meinen Fels in der Brandung. Er hat es nicht immer leicht mit mir. Aber wer möchte schon eine langweilige Frau.

Ich bin dankbar für meine Eltern und meine Familie. Meine Eltern sind zur Buchvorstellung selbst mit dem Auto aus dem Oberland gekommen. Ich genieße diese Zeit sehr. Unsere gemeinsamen Ausflüge bedeuten mir viel. Besonders schön finde ich es, dass sie selbst noch so lebendige Freundschaften pflegen. Wenn sie von ihren Freunden erzählen, von gemeinsamen Erlebnissen und von Witzen, die sie sich untereinander erzählen, dann berührt mich das sehr. Das zeigt mir, wie reich ihr Leben ist.

Ich bin dankbar für meine Freunde. Dafür, dass ich gute Freunde habe, die mich begleiten, mit mir lachen und auch schwierige Phasen mittragen.

Ich bin dankbar für meinen Freund und Mentor Günther. Er hilft mir beruflich in einem Ausmaß, das sich kaum jemand vorstellen kann. Von ihm habe ich unglaublich viel gelernt.

Bine, Tanja, Steffi, Annemarie und Susi von links gesehen Pit in der Mitte umgeben von Kindern
Beruflich bin ich außerordentlich dankbar für die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite.
Susi, die mit so viel Leidenschaft Menschen für Bücher und Spiele begeistert.
Steffi, die dafür sorgt, dass der Laden läuft, auch dann, wenn bei mir nichts mehr läuft.
Pit, den die Kinder lieben und von dem ich selbst so viel gelernt habe.
Tanja, die mir bei der Entstehung der handwerklichen Bastelboxen geholfen hat und sich mit viel Herz einbringt.
Bine, die den ganzen Kolbermoorer Bauhof Amedi-infiziert hat.
Sie alle sind nicht nur arbeitsmäßig der Hit, sondern auch als Menschen ein Geschenk.
Susi und Steff sind der langjährige Kern des Amediladen-Teams. Weil ich vor allem Susi erwähnt habe, auch noch einen Absatz über Steffi:
Steffi ist für mich ein Fels in der Brandung. Unaufgeregt, pragmatisch und mit einer Klarheit, die mir oft den Rücken freihält. Sie trifft Entscheidungen mit gesundem Menschenverstand und mit einem Blick fürs Ganze. Steffi hat eine Übersicht über alle Geschäftsbereiche und sorgt dafür, dass der Laden läuft, auch dann, wenn es bei mir drunter und drüber geht. Und dabei ist sie fröhlich, verlässlich und einfach da. Diese Mischung ist unbezahlbar.
Was ich 2026 anders machen möchte
Ich wünsche mir Leichtigkeit.
Ich wünsche mir Vertrauen.
Ich wünsche mir, dass sich meine Mühen auszahlen und dass ich ernten darf, was ich in den letzten Jahren mit so viel Herz gesät habe.
Und ich wünsche mir, besser auf mich selbst zu achten.
2025 war ein Jahr, in dem ich oft über meine Grenze gegangen bin. Nicht aus Unachtsamkeit, sondern aus Verantwortung, aus Leidenschaft und aus dem Wunsch, alles gut zu machen. Aber mein Körper und mein Kopf haben mir deutlich gezeigt, dass das auf Dauer nicht geht.
Für 2026 habe ich mir deshalb vorgenommen, mehr Pausen zu machen. Früher innezuhalten. Nicht erst dann, wenn nichts mehr geht. Ich möchte mir erlauben, langsamer zu werden, auch wenn noch etwas zu tun wäre.
Ich hoffe, dass mir das gelingt.

Und ich wünsche mir für uns alle ein Jahr mit Gesundheit, mit guten Begegnungen, mit Zeit für das, was uns wirklich wichtig ist. Ein Jahr, in dem wir uns gegenseitig wohlwollend begegnen, einander zuhören und ein bisschen geduldiger sind, mit anderen und mit uns selbst.
Danke an alle, die mich in diesem Jahr begleitet haben, sichtbar oder im Hintergrund, beruflich und privat.
Ich freue mich auf alles, was kommt.
Ein gutes, freundliches und lebendiges neues Jahr für euch alle.
Übrigens, das ist mein erster Jahresrückblick. Die Idee dazu habe ich bei der Bloggerin Judith Peters gesehen. Beim Schreiben habe ich gemerkt, wie viel dieses Jahr in mir und um mich herum bewegt hat.
